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Bayerischer Rundfunk

Sendung 07.06.2004

Die report-Story ber veruntreute EU-Hilfsgelder durch die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Yassir Arafat sorgt fr Schlagzeilen. Zahlreiche Nachrichtenagenturen greifen die Recherchen von report Mnchen auf:

Mnchen (dpa) - Palästinenserpräsident Yassir Arafat und die palästinensische Autonomiebehörde sollen nach Angaben von "Report Mnchen" ber Jahre hinweg "gewaltige Summen" aus internationalen Hilfsgeldern fr extremistische Aktivisten abgezweigt haben. Unter anderem sollen damit Aktivisten der Al Fatah, der Al-Aqsa-Brigaden und der Tanzim-Milizen finanziert worden sein. Die Redaktion wollte in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung Beweise fr illegale Finanzströme vorlegen, die ber Banken in London, Kairo, New York und Genf "in die Taschen von Attentätern und deren Hintermänner" gefhrt haben sollen.

Ein Teil dieses Geldes stammt nach Angaben des ARD-Magazins aus den 898 Millionen US-Dollar, die nach einer Untersuchung des Internationalen Währungsfonds (IWF) innerhalb von nur fnf Jahren aus dem Haushalt der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah verschwunden sind. Uzrad Lew, ehemals Vertrauter des PLO-Chefs sagte "Report Mnchen" wörtlich: "Diese Geldquellen haben Arafat dabei geholfen, das größte Terrorfinanzierungs-Netzwerk der Welt aufzubauen."

Nach Recherchen von "Report Mnchen" soll fr die Terrorfinanzierung auch Geld aus Kassen der EU-Kommission eingesetzt worden sein. So sollen alleine 246 Millionen Euro als Direkthilfe gezahlt und von der Autonomiebehörde völlig unkontrolliert verwendet worden sein. Diese Vorwrfe prfe derzeit die Antibetrugsbehörde der EU-Kommission OLAF in Brssel.